Mensch.

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Alle Jahre wieder...

 

Mit Einbruch der kalten Jahreszeit und dem fallen der ersten Schneeflocken, wo der Glühwein, zum Wärmen nicht mehr ausreicht, beginnt die suche, nach der Frau die den Ersatz der Bettdecke garantieren soll.

Fast, als hätte man den Wecker gestellt, scharen sich die Frauen in Bars und Cafés, um das Objekt der Wünsche und der Begierde anzutreffen, sie zu finden.

Vergessen sind die Ansprüche, die man noch zu Anfang des beginnenden Jahres hatte und die in der Himmlischen Hemnispähre geendet haben.

Ungeduldig und mit ein wenig mehr Elan, sich selbst anstachelnd, wird die neue Definition des passens für sich dargelegt.

Plötzlich ist es langweilig geworden, immer vom Äusseren zu reden, von Haaren, von den Klamotten, von der Art und Weise, wie SIE sich gibt – und vor allen Dingen was man gemeinsam Repräsentieren soll. Die Individualität hat eine andere Sprache, nicht das chronische Wir ist ausschlaggebend für das was man will, sondern das was man nicht möchte, jedoch in einem kleineren Rahmen, dennoch Willkommen zu sein scheint.



Die Sehnsucht, die anscheinend zehn Monate im Jahr auf Sparflamme in uns Weilt, explodiert in den letzten Wochen des Jahres und der Wunsch, die Romantik wieder in unser Leben zu führen, sie zu durchbrechen, etwas einmaliges kennen zu lernen-zu erleben und mit dieser Energie einen guten Start ins neue Jahr zu beginnen, wird mit einer raffinierten Taktik an den Tag gelegt.



Das Gewicht was bisher auf den Inneren Werten lag, ist kaum mehr zu überhören, denn die Offensichtlichkeit das die Suche nicht nur zwischen zwei kalten Bettlaken enden soll, ist enorm.

Das alltägliche unzufriedensein, das gejammere, das Frau auch gefunden werden möchte verstummt, denn eine gewisse Stärke an den Tag zu legen ist eine beeindruckende Variante, um fündig zu werden..
Ein wahres Phänomen, das Spiel der Suchenden die die Liebe in der kalten Jahreszeit zu finden glaubt.

Hierbei geht es allerdings nicht nur um die Jahreszeit, oder um die Kälte, denn das Kribbeln und der Wunsch Schmetterlinge im Bauch zu haben, begleitet uns das ganze Jahr, aber an einem zusätzlichen must have ist das Jährliche Ritual dennoch gebunden, nämlich an Weihnachten.
Das Bedürfnis unter einem Tannenbaum ein Geschenk zu finden, welches man nicht schon kennt und ein Überraschtes Gesicht zu haben, ja wirklich Überrascht zu werden, sind unbewusste aber doch schlagfertige Argumente, die fast jede suchende Frau in sich trägt.

Somit kämen wir zum Ende eines-und zu Beginn eines neuen Jahres.
Geschäftig wird die Planung der Party und vor allem Wer dabei ist und Wo sie stattfinden soll durchgeführt und voller Stolz die neue Partnerin Präsentiert.

Ein wenig Skeptische und neugierige Blicke von anderen, die einfach Ignoriert werden gehören genauso zur Tagesordnung an einem Silvester Abend, wie schweifenden Blicke von einem Selbst.

Und da ein Kuss nach Mitternacht für einen Bruchteil einer Sekunde einen Glauben lässt, die wahre Liebe in den Armen zu halten ist der Zwang daran festzuhalten ebenfalls ein Symptom, was anscheinend nur Lesbische Frauen haben.

Ein positiver, fast unschlagbarer Gedankengang, der uns bis zum Beginn des Frühlings begleitet.
Wenn, ja wenn uns bis dahin der Fade Beigeschmack dieses Beisammenseins nicht aufgesucht hätte und mit den ersten warmen Sonnenstrahlen, der Start für ein Automatisches für und wieder der Beziehung und die suche nach den richtigen Worten gefallen wäre.

Diagnose meinerseits, Krankheitsbild nicht Zuordnungsbar.



 

Autorin: Alma September / H.Ö.

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